Seminar "Arbeit unter Zwang - Geschichte und Gegenwart eines kriminellen Gewerbes

Zum zweiten Mal findet das Bildungsurlaubsseminar zum Thema Menschenhandel vom 10. bis 14. November 2014 statt.

Im 21. Jahrhundert gehört der Handel mit Menschen weltweit zu den lukrativsten kriminellen Geschäften. Bei Menschenhandel denken viele zunächst ausschließlich an Zwangsprostitution. Inzwischen gibt es aber ein umfassenderes Verständnis von „Menschenhandel“.

Die Vereinten Nationen haben mit dem „Palermo Protokoll“ eine international anerkannte Definition festgelegt, die neben der sexuellen Ausbeutung von Frauen und Kindern auch Zwangsarbeit und Arbeitsausbeutung als Menschenhandel begreift. Betroffene können in ganz unterschiedlichen Bereichen tätig sein: im Baugewerbe oder der Gastronomie, in der Landwirtschaft, in Haushalten oder aber im organisierten Betteln. Menschenhandel hatte in der Geschichte und hat auch heute noch viele Formen.

Unser Seminar führt uns zu Orten und Gesprächspartnern in Berlin, die unterschiedliche Aspekte von Menschenhandel beleuchten: den Sklavenhandel im deutschen Kolonialismus, Zwangsarbeit in der NS-Zeit und aktuelle Fälle von Arbeitsausbeutung etwa auf Berliner Baustellen oder in der Gastronomie. Nicht zuletzt soll es auch um die Frage gehen, welche Rechte Betroffene haben, wie man sie unterstützen kann und welche Ansätze zur Bekämpfung von Menschenhandel sinnvoll sind.

Teilnehmerbeitrag: 120,- Euro, erm. 60,- Euro (mit Teilverpflegung)

Weitere Information und Anmeldung auf den Seiten von Arbeit und Leben Berlin.