Über das Projekt

28. Mai 2013

Gemeinsam für menschenwürdige Arbeit – Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung (BGMA)

Menschen zwingen andere Menschen, unter unwürdigen Bedingungen zu arbeiten – weltweit. Auch in Deutschland findet Zwangsarbeit statt, meist unsichtbar. Das XENOS-Projekt „Bündnis gegen Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung“ verfolgt das Ziel, von Ausbeutung und Zwang betroffene Arbeitnehmer_innen durch die Entwicklung verlässlicher Strukturen und sensibler Netzwerke zu unterstützen. Gemeinschaftlich tragen die Bündnispartner_innen dazu bei, Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung zu verhindern.

Sichtbar machen
Das BGMA sorgt für die Sichtbarkeit von Zwang und Ausbeutung in Deutschland, damit Betroffene Zugang zu Information und Unterstützungsangeboten erhalten, von denen sie häufig abgeschnitten sind.

  • Für Anzeichen von Menschenhandel sensibilisieren Das BGMA schult Berufsgruppen, die in Kontakt mit möglichen Betroffenen kommen, damit sie die Kennzeichen von Zwang erkennen und mit Betroffenen für deren Rechte eintreten können.

Beraten und unterstützen
Das BGMA unterstützt Kontaktstellen bei (Verdachts-)Fällen von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung.

  • Vor Ort ansprechbar sein Die Projektpartner_innen beraten Multiplikator_innen und vermitteln Kontakte.
  • Informieren Das BGMA stellt handlungsrelevante Information für alle Akteur_innen über ein onlinebasiertes Fachportal bereit. Informationsmaterial für Betroffene aus verschiedenen Ländern wird in mehreren Sprachen angeboten.

Akteure vernetzen
Regional und branchenspezifisch unterschiedliche Ausprägungen von Menschenhandel erfordern passgenaue Ansätze.

  • Kooperation in den Bundesländern fördern Unsere Bündnispartner_innen arbeiten eng mit zivilgesellschaftlichen Initiativen, Beratungsstellen für Arbeit und Migration, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Arbeitgeberverbänden, Behörden und Politiker_innen zusammen und berücksichtigen bestehende Erfahrungen.

Ursachen bekämpfen – Strukturen verändern
Menschenhandel hat auch gesellschaftliche und politische Ursachen, wie soziale und ökonomische Ungerechtigkeit und Migrationsbeschränkungen. Um Menschenhandel zu verhindern, müssen Strukturen verändert werden.

  • Politisch beraten Das BGMA wirkt bei der Verbesserung arbeits-, sozial- und aufenthaltsrechtlicher Regelungen mit und stellt wissenschaftliche Studien zur Verfügung.
  • Selbstbestimmung gewährleisten Durch Zwang werden Arbeitnehmer_innen entmündigt. Damit Betroffene wieder handlungsfähig werden, stehen ihre eigenen Entscheidungen im Mittelpunkt der Unterstützung.
  • Sich engagieren Zwang und Ausbeutung zu bekämpfen, erfordert, auch eigenes Denken und Handeln zu hinterfragen. Das BGMA schärft den Blick für die persönliche Teilhabe an gesellschaftlichen Kräfteverhältnissen. Durch informiertes Handeln kann jede_r Einzelne zu menschenwürdiger Arbeit beitragen.

Das Projekt wird im Rahmen des XENOS-Programmes „Integration und Vielfalt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert.